Vereinschronik

Der Ursprung unseres Vereins liegt eigentlich in Amerika, dort lernte Schorsch Eberhart während seiner Kriegsgefangenschaft das Schuhplatteln. Als er 1946 wieder in die Heimat zurückkam, reifte in ihm der Entschluss, in seinem Heimatdorf einen Trachtenverein zu gründen. Es fanden sich schnell einige heimatverbundene Dirndl und Buam zusammen, die an diesem Gedanken gefallen fanden.
Durch glücklichen Zufall lernte man einen aktiven Trachtler kennen. Es war Sepp Ehrmann aus Benediktbeuern, der seit Jahrzehnten in der Trachtensache tätig war. Mit seiner Hilfe wurde die Absicht zur Vereinsgründung gefestigt. Am 6. November 1946 gründete man im Gasthaus Greimel in Gelting den G.T.E.V. "Stoabergler Gelting".

In der Gründungsversammlung wurde folgende Vorstandschaft gewählt:

1. Vorstand: Schorsch Eberhart
2. Vorstand: Max Wolf
Kassier: Georg Lohmaier
Schriftführer: Georg Lohmaier
Vorplattler: Karl Huber

Durch die Aufnahme in den Isargau ermutigt, wurde im Verein beschlossen, eine gemeinsame Standarte anzuschaffen. Der Kunstschmiedemeister Walter Eglau und Kunstmaler Hans Beer waren für die Gestaltung verantwortlich.
Die Weihe der Standarte fand am 4./5. Oktober 1947 statt.

Eiserne Standarte

Am 17. Juli 1949 wurde die neue Fahne vom ersten Fähnrich Martin Wachinger zur Weihe getragen. Es war ein herrlicher Tag, der mit Glockengeläute und Böllerschüssen begann.
Fahnenmutter war Frau Maria Burghart aus Ottersberg, Fahnenbraut war Frl. Rosa Bogner aus Gelting, erster "Taferlbua" war Karli Haun aus Pliening.

Die Patenschaft übernahm der G.T.V. "Barmstoana" aus Benediktbeuern (Loisachgau), der mit Musikkapelle, Trommlerzug und Gebirgsschützenkompanie unser Fest besuchte.

Fahnenbraut Frl. Rosa Bogner übergibt das Fahnenband

Den feierlichen Festgottesdienst zelebrierte Herr Kurat Franz Ossner im Schatten einer alten Eiche im Zehmeranger.
Beim Festzug durch Gelting und Pliening boten die 49 anwesenden Vereine, 8 Vorreiter, 2 Kutschen und 4 Festwagen ein herrliches Bild.

Neben vielen zünftigen Vereinsabenden wurden in den folgenden Jahren zahlreiche Trachtenfeste in der Umgebung besucht.

1957 stellte der Trachtenverein neben der alten Schule in Gelting wieder einen Maibaum auf.

Im Februar 1961 gab es im Verein eine Goaßlschnalzergruppe, die im Auftrag der Landeshauptstadt München beim Faschingszug in Verona mitwirken durfte.
Die Stadtzeitung von Verona brachte tags darauf folgenden Bericht:" Besonders bemerkenswert war eine Gruppe aus Bayern, die mit ihren langen Peitschen die Luft von Verona erzittern ließ". Ein unvergessliches Erlebnis für alle, die damals dabei waren.

1965 erwuchs aus den Reihen der Vereinsmitglieder eine Volksmusikgruppe. Es waren die Geschwister Eberhart, die mit Hackbrett, Zither, Harmonika und Gitarre bei ihren vielen Auftritten stets guten Anklang fanden. Anita, Franz, Seppi und Schorschi waren damals eifrige Musikanten.

Ein besonderes Erlebnis war unser Besuch beim Patenverein am 8. und 9. August 1970. Die "Barmstoana" in Benediktbeuern feierten ihr 60-jähriges Gründungsfest und zugleich das 43. Loisachgaufest. 50 Personen aus Gelting und Umgebung beteiligten sich am Fest und wir erhielten den ersten Weit- und Meistpreis. Als Ehrentanz wurde unser vereinseigener "Sensentanz" aufgeführt. Begleitet hat uns damals die Blaskapelle Schartner aus Markt Schwaben, mit der wir noch im gleichen Jahr, vom 11. bis 13. September nach Girkhausen im Sauerland zu einem Auftritt reisten.

Das Vereinsleben der folgenden Jahre bestand aus der Ausrichtung mehrerer Heimatabende, Kreiskartellsingen, Trachten- und Maskenbällen. Schorsch Eberhart, unser Vorstand fungierte bei den Festlichkeiten als Ansager. Seine originelle Art und sein fröhliches Wesen machten ihn bei allen beliebt. Bald wurde er von anderen Festveranstaltern als Ansager engagiert.
Die Mitgliederzahl wuchs langsam aber stetig.

1972 wurde die Vereinsfahne renoviert. Wir feierten beim Jahrtag 1972 eine Fahnennachweihe im kleinen Rahmen.

Im Vereinsleben ging es auf und ab, aber die treuen Kameraden hielten an der Trachtensache fest und aktive junge Trachtler kamen hinzu.

Am 11. und 12. Juli 1977 feierten wir das 30-jährige Gründungsfest. Es wurde mit einem großen Heimatabend im Festzelt eröffnet. Am Festsonntag wurde ein feierlicher Gottesdienst und ein Festzug mit 36 beteiligten Vereinen durch Gelting und Pliening abgehalten.
Anläßlich dieses Festes hatte unsere Jugendgruppe ihren ersten öffentlichen Auftritt. Schorsch Eberhart jun., der damals die Aufgabe des Vorplattlers übernommen hatte, bereitete seine Schützlinge auf das Beste vor. Beim 58. Isargaufest in Petershausen holte sich unsere Jugend den 3. Preis.
In den folgenden Jahren veranstalteten wir Volkstanzabende und wirkten bei vielen Heimatabenden und ähnlichen Festen mit. Auch das Volkslied wurde gepflegt; ein Zwoagsang - die "Ottersberger Sängerinnen" taten sich zusammen. Erni Eder und Fini Holzner trugen ihre Lieder, ausschließlich überliefertes Volksgut, bei vielen Gelegenheiten, insbesondere bei den alljährlichen Vereinsweihnachtsfeiern vor.

Dank der Initiative von Lorenz Lohmaier, wurde eine Stubnmusi gegründet. Weitere Musikanten waren Gregor Schätzl, Lisa Sperr, Fini Holzner und Christine Hechtl. Mit Hackbrett, Zither, Gitarre, Harfe und Baß wurde echte bayerische Volksmusik lebendig. Durch ihre zahlreichen Auftritte, auch in der Nachbarschaft, wurde die "Plieninger Volksmusi" auch über die Gemeindegrenzen hinaus beliebt und bekannt.

Die Vereinsjugend hatte in dieser Zeit den Volkstanz wieder neu entdeckt. Fleißig wurden diese Veranstaltungen in der näheren und weiteres Umgebung besucht. Auch der Trachtenverein selbst hat es sich damals zur Aufgabe gemacht, jedes Jahr im Herbst einen eigenen Volkstanz abzuhalten. Traditionsgemäß fand er im Gasthof zur Post in Anzing statt, weil in unserer Gemeinde kein Saal vorhanden war.

Im September 1981 feierte Schorsch Eberhart, unser Vereinsgründer seinen 60. Geburtstag. Es war Ehrensache, dass die aktiven Mitglieder zu diesem Anlass Ehrentänze aufführten.
Franz Meisinger überreichte als Vertreter des Isargaues dem Jubilar für 35-jährige Tätigkeit als Vereinsvorstand das Gauehrenzeichen.

Am 20. / 21.04.1985 besuchten wir den Trachtenverein Zauchenseer in Altenmarkt / Österreich anlässlich dessen 30-jährigem Gründungsfest. Noch heute erzählen die, die damals dabei waren, gerne von diesem Ereignis.

Zum Nikolaustag wird für die Trachtenkinder alljährlich eine Nikolausfeier abgehalten. Nach dem Besuch eines "echten" Nikolaus erhalten sie für ihren Fleiß je ein kleines Geschenk als Belohnung.
Auch an's Faschingsfeiern mit dem Nachwuchs wird alle Jahre gedacht. Lustige Masken und fröhliche Kinder bringen Stunden, die die Gemütlichkeit im Verein unterstreichen.

Das 40-jährige Gründungsfest warf seine Schatten voraus. Im Februar 1986 schrieb Anita Eberhart, unsere langjährige Schriftführerin, an alle Vereinsmitglieder: "Die Aktivität der Trachtler lässt zu wünschen übrig, die Proben werden immer mäßiger oder überhaupt nicht mehr besucht .... wie soll es weitergehen?....."
Diese Zeit war eine harte Zerreißprobe für Vorstand und Vereinsführung.

Völlig unerwartet verstarb am 07. März 1987 unsere Fahnenmutter, Frau Maria Burghart. Sechs Buam unseres Vereins trugen sie in dankbarer Ehrfurcht zu Grabe.

Am 23. Mai 1987 fand in der Bauhofhalle in Pliening die Feierlichkeit anlässlich unseres 40-jährigen Gründungsfestes statt. Mehrere befreundete Vereine aus der Umgebung waren dazu erschienen.

Der Verein hatte in Anerkennung seiner Tätigkeit als Vereinsvorstand und Vertreter der Trachtensache für Schorsch Eberhart die Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland beantragt. Leider war diese bis zum Festabend noch nicht bewilligt, so dass der Festakt erst am 16.07.1987 stattfinden konnte. Landrat Hermann Beham überreichte im Auftrag des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker unserem damaligen Vorstand Schorsch Eberhart die Bundesverdienstmedaille für 40-jähriges Wirken als Vorstand und seine Verdienste um Brauchtum und Volkslied.
Alle Mitglieder freuten sich mit der Familie und gratulierten in Dankbarkeit.
Im November 1987 erhielt im Rahmen der Jahresversammlung der langjährige Fähnrich Josef Röckenschuß von Gauvorstand Albert Tschaffon das Gauehrenzeichen überreicht.

Jugendarbeit war in den 80er und 90er Jahren großgeschrieben. Mit Lorenz Lohmaier, Gregor Schätzl, Anton Wachinger und Lorenz Maier als Jugendleiter waren dafür kompetente Männer gefunden worden, die dem Nachwuchs die Trachtentänze beibrachten. Die Zahl der am Trachtenverein interessierten Kinder wuchs ständig und bald mussten die Gruppen aufgeteilt werden. Mit unermüdlicher Geduld und mit dem Wissen um die Verantwortung für die Jugend vermittelte Lorenz Lohmaier nicht nur das Aufführen der Tänze, sondern auch Sitte und Anstand, sowie das Bewusstsein, dass das überlieferte Kulturgut zu achten und weiterzutragen ist. Die Belohnung ließ nicht auf sich warten, beim Gaufest 1989 und 1990 wurden die Kinder mit einem 1. und 2. Jugendpreis belohnt.
Im Herbst 1990 veranstaltete der Verein unter Leitung von Lenz Lohmaier und Fini Huber erstmals einen Volkstanzkurs, der von der Bevölkerung sehr gut besucht wurde und bereits mehrmals wiederholt worden ist.

Die Pflege der Volksmusik lag dem Verein am Herzen. Erni Eder war als Musikwart bestellt worden. Aus den Reihen der Jugend entstand unter ihrer Leitung die "Stoaberg-Musi". Die erste Probe fand am 12.01.1990 im Geltinger Feuerwehrstüberl statt. Ein winziger Raum, ohne ordentliche Heizung und viel zu wenig Platz für die Instrumente. In ihren Aufzeichnungen schrieb Erni Eder: "Es war bitter kalt und ich hatte Angst, die Kinder werden sich erkälten".
Michael Lohner, Marlene Kreuzer, Florian Hitzlsperger und Thomas Eder sind Stammspieler die sich mittlerweile einen guten Namen gemacht haben.

Am 15. Juni 1991 richtete der Verein im Bauhof der Gemeinde Pliening einen Jugendtag aus, an dem 8 Kindergruppen aus dem Landkreis und der näheren Umgebung teilnahmen. Die neu gegründete Musikkapelle Gelting, mit Günter Schuler jun. an der Spitze, führten bei ihrem ersten Auftritt den Festzug an.

Beim Gaufest 1991 in Lohhof bot unsere Jugendgruppe einen Ehrentanz mit 28 Paaren dar und erhielt wieder den 1. Jugendpreis. Die Früchte der Arbeit unserer Jugendleiter erfüllen uns mit Stolz und Freude.

Schorsch Eberhart (Vorstand bis 1991)

Bei der Jahresversammlung am 20.04.1991 legte Schorsch Eberhart nach 45 Jahren als 1. Vorstand des Trachtenvereins Stoabergler Gelting sein Amt nieder. Zum Nachfolger wurde Balthasar Wachinger gewählt, der im Auftrag der neuen Vorstandschaft seinen Vorgänger zum Ehrenvorstand und seine Frau Resi zum Ehrenmitglied ernannte.

Eine neue Satzung wurde beschlossen, mit der unser Verein 25.06.1991 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Ebersberg unter folgender Bezeichnung eingetragen wurde:

"G.T.E.V. Stoabergler Gelting e.V."

Am 19.09.1991 feierte Schorsch Eberhart seinen 70. Geburtstag. Vorstand Hause Wachinger gratulierte im Namen des Vereins mit einem riesigen Geschenkkorb. Als besondere Überraschung führte der Verein den Kronentanz mit 16 Paaren auf, der in dieser Formation noch nie gezeigt worden war.

Auch bei den Musikanten wurde an die Nachwuchsförderung gedacht.
Am 10.11.1991 fand unter Führung des Musikwarts die erste Probe der "Leitn Musi" statt. Sie setzt sich wie folgt zusammen: Elisabeth Burghart (Hackbrett), Melanie Otten (Gitarre und Querflöte) sowie Johannes Wachinger (steir. Ziach oder Harmonika).
Mit großem Eifer und viel Engagement ist die Leitn Musi bei der Sache und wird gerne gehört. Auftritte bei den Kreis- und Gaukartellsingen und -musizieren sind gute Gelegenheiten, das Erreichte zu beweisen.

Die Jugend drängte zum Verein. 60 Kinder wollen im Erlernen der Tänze unterrichtet sein! Also mussten neue Kräfte mobilisiert werden. Die Kinder wurden in kleinere Gruppen aufgeteilt. Unser Probenraum, der alte Schulsaal in Gelting, dient uns noch gut für die Tanzproben, platzt aber schon aus allen Nähten.
Nachdem durch Wegzug von Lenz Lohmaier die Jugendleitung verwaist war, übernahmen Marianne Huber, Christine Sedlmeier, Florian Hitzlsperger und Michael Lohner, die alle selbst im Verein groß geworden waren, den Unterricht der Kinder. Kompetenz und Gespür für die Nachwuchstrachtler zeichnet unsere Jugendleiter aus.
Die Proben der Aktiven waren in dieser Zeit schlecht besucht. Alle Anstrengungen konzentrierten sich auf die Jugend.
Einen alten, bereits vergessenen Brauch führte unser neuer Vorstand Balthasar Wachinger wieder ein. Am Kirchweihtag wird auf dem "Kappelmeier-Hof" alljährlich eine "Kirtahutschn" aufgebaut. Kinder, Jugendliche und Erwachsene erfreuen sich daran. Bei den Klängen der Geltinger Musikkapelle lässt es sich bei Kaffee und Kirchweihnudeln zünftig Kirchweih feiern. In der Stubn spielen die vereinseigenen Musikgruppen zur Freude derjenigen Besucher, die die leiseren Töne mögen.

Am 10.11.1991 wurde das 45-jährige Gründungsfest gefeiert. Nach einem festlichen Gottesdienst, der von der Stoaberg Musi gestaltet worden war, traf man sich im Gasthof Hettler in Neufinsing zu einem Vereinsnachmittag. Etwa 200 Vereinsmitglieder und Kinder feierten ein eindrucksvolles Fest mit Tänzen, Musikdarbietungen und Ehrungen langjähriger, verdienter Mitglieder.
Die Ernennung zu Ehrenmitgliedern von Josef Röckenschuß, Hans Schuler und Martin Lohmaier waren Höhepunkte.
Heimat- und Vereinsverbundenheit waren allen ins Bewusstsein gerückt.

Anlässlich dieses Festes wurde auch die Schalkfrauengruppe gegründet. Zwischenzeitlich haben 6 Frauen aus dem Verein dieses ehrwürdige festliche Gewand nähen lassen, das nur zu bestimmten Anlässen getragen wird. Es sind dies: Hedwig Lohmaier, Maria Wachinger, Gabi Schätzl, Andrea Wachinger, Lisa Lohmaier und Edith Seidl.

Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Gelting sollte ein Maibaum aufgestellt werden. Unser Vorstand hatte einen Baum gestiftet. Nach anstrengenden Wachtagen und -nächten hörte man am Palmsonntag die Kunde, dass der Maibaum von den Finsinger Burschen gestohlen worden ist. Entsprechende Verhandlungen bewirkten, dass der Baum pünktlich zum Fest wieder zurückgebracht wurde. Am 1. Mai 1992 feierten wir unter überwältigender Beteiligung der Bevölkerung ein schönes Fest. Gegenüber der Kirche, vor dem Pfarrhaus, wurde der Maibaum nach altem Brauch mit Muskelkraft (Irxnschmalz) aufgestellt. Am 3. November 1995 wurde unsere schöne Dorfzierde um 20:30 Uhr von einer Orkanböe erfasst und stürzte auf die Straße. Zum Glück entstand kein nennenswerter Schaden.

Im März 1994 beschloss die Vorstandschaft die Erneuerung der Vereinsfahne. Den Auftrag erhielt die Fahnenstickerei Annemarie Jaeschke aus Englsberg bei Waldkraiburg. Damit war der Grundstein gelegt worden, das 50 - jährige Gründungsfest in größerem Rahmen zu feiern.

Am 13.03.1994 fand erstmals im Kultursaal in Gelting (alte Schule) ein "Hoagartn" statt, zu dem die Stoaberg Musi eingeladen hatte. Der Besucherandrang war so groß, dass 30 Leute wieder weggeschickt werden mussten.
Das Programm wechselte zwischen Musikstücken, Gedichten und Erzählungen über das Brauchtum der Jahreszeit. Alle Volksmusikgruppen der Gemeinde, u.a. die Vuizbandoffen, Heini Gruber und Peter Schmidt und die Leitn Musi bestritten neben dem Gastgeber das Programm.
Kaffee und Kuchen, gestiftet von den Dirndln des Vereins und Müttern der Trachtenkinder, ließen zudem richtige Hoagartnstimmung aufkommen.

Die Pflege und Erhaltung der Trachten wurde mit liebevollem Interesse und genauester Buchführung von Trachtenwartin Andrea Wachinger betrieben.
In unermüdlichen Gesprächen mit der Vereinsjugend und den Aktiven, in denen wir viele zu der Überzeugung bringen konnten, neue Trachten anzuschaffen, zu erneuern oder zu vervollständigen, gelang es, dass nun etwa 50 Dirndl und Buam eine vollständige Tracht besitzen.

Eine traurige Mitteilung erreichte uns am 07.03.1995. Schorsch Eberart war nach längerer Krankheit verstorben. Unter großer Anteilnahme der Trachtenkameraden, der Bevölkerung, Vertreter des Gaues und 21 Vereinen mit Fahnenabordnungen wurde er am 11.03.1995 im Friedhof Gelting zu Grabe getragen.
Ein schwerer Verlust für die Stoabergler.

Einen Beitrag zur Völkerverständigung leisteten die Stoabergler mit ihrer Reise nach Allauch in Südfrankreich, der Partnerstadt der Gemeinde Vaterstetten im September 1995. Sechs Paare unseres Vereins, verstärkt durch Trachtenkameraden aus Markt Schwaben, nahmen daran teil und konnten mit Tracht und Tanz bayerische Kultur in unserem Nachbarland Frankreich zeigen.
Die Begeisterung der französischen Freunde war so groß, dass man versprechen musste, unbedingt im nächsten Jahr wieder zu kommen. Unvergessen bei denen die dabei waren, ist der Auftritt im Hafen von Marseille.

Bei der Adventfeier 1994 wurde an Hans Schuler und 1995 an Resi Eberhart das goldene Gauehrenzeichen vom Gauvorstand Herbert Reich überreicht.

Nicht nur Tanz, Musik und Volkslied wird im Verein gepflegt, sondern auch religiöses Wirken in der Gemeinde aktiv beeinflusst.
Die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession und an der jährlichen Trachtenwallfahrt sind Pflicht für unsere Trachtler.
Alljährlich wird ein Adventsingen organisiert und gestaltet. Die Pfarrkirche Gelting ist immer bis auf den letzten Platz besetzt.

Alte Traditionen immer wieder neu mit Leben zu erfüllen soll Sinn und Zweck unserer Vereinsarbeit sein. Hause Wachinger, unser derzeitiger Vorstand, hat die Buam dazu begeistert, das Goaßlschnoizen mit der Fuhrmannpeitsche wieder zu lernen, das schon in früheren Jahren ausgeübt worden ist. Mit freundlicher Unterstützung der Ebersberger Trachtenkameraden, die den Burschen die "richtige Handhabung" beibrachten, hat sich im letzten Frühjahr folgende Schnalzergruppe zusammengetan:
Hause Wachinger mit seinen zwei Buben Johannes und Martin, Florian und Michael Lohner, Florian Hitzelsperger, Gerhard Hampl, Thomas Eder jun. und Anton Schmid.
Nicht zuletzt mit dem Musikanten Stefan Wachinger mit seiner Steirischen.
Beim alljährlichen Grillfest der Trachtler hatten sie 1995 ihren ersten Auftritt.


....die Chronik wird fortgeführt!